Lydia.

Die junge Frau zieht die Blicke auf sich, sie schaut in die Ferne, sie schlägt die Augen nieder, ihren Lippenstift trägt sie wie eine zweite Haut. Ihre „Augen in der Großstadt“ (Kurt Tucholsky, 1932) spielen mit den Blicken, verstecken sich unter einer Hutkrempe, nur um im nächsten Augenblick gleich wieder aufzuschauen.

 

Die Berliner Fotografin Carolin Weinkopf beobachtet in ihrer Porträtserie Lydia, eine junge Schauspielerin, ebenfalls aus Berlin, wie sie durch die Großstadt zieht. Sie weckt über die Accessoires Hut, Zigarette und Lippenstift Assoziationen an Otto Dix’ Begleiterin Martha; und wie der Maler der Neuen Sachlichkeit vor beinahe hundert Jahren fängt sie Lydia immer wieder ein.

 

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Wenn du am Bahnhof stehst mit deinen Sorgen

 

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Millionen Gesichter

 

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Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick

 

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Vorbei, verweht, nie wieder

 

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Ein Auge winkt, die Seele klingt

 

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Es sieht hinüber, und zieht vorüber

 

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Du hast’s gefunden, nur für Sekunden

 

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Im Menschentrichter, Millionen Gesichter

 

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Durch Städte wandern

 

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Die Braue, Pupillen, die Lider

 
Die Bilder sind im Rahmen einer Kooperation mit Samsung Europe mit der Systemkamera NX1 entstanden und werden hier online ausgestellt. Danke an Lydia Schamschula, meine “Martha”. Und Anika Meier für den wunderbaren Text dazu.

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